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Einzelzimmer in Pflegeeinrichtungen stärker nachgefragt

DRK schafft in Klütz mehr Möglichkeiten für Individualtät

Auf die steigende Nachfrage nach Einzelzimmern in Pflegeeinrichtungen reagiert der DRK-Landesverband als Eigentümer der 1994 erbauten Wohnanlage „Uns Hüsung“ in Klütz mit einem Erweiterungsbau.

„Der Wunsch nach einem ganz persönlichen Rückzugsort, ist mehr als verständlich, wenn man in einer Pflegeeinrichtung lebt. Deshalb wollen wir gerne auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche unserer Bewohner eingehen und ihnen noch bessere Lebensqualität ermöglichen. Mit Fertigstellung des Neubaus stehen 46 statt bisher 26 Einzelzimmer zur Verfügung, die Zahl der Zweibettzimmer reduziert sich von 32 auf 22. Zusätzliche Kapazitäten werden nicht geschaffen, es bleibt bei den bisherigen 90 Pflegeplätzen“, erklärt Silvia Brinkmann, Vorstand vom DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Am Anfang dieser Baumaßnahme stand zunächst eine bauliche Herausforderung: Auf dem geplanten Gelände war eine Gründung notwendig, wobei 50 Bohrpfähle 20 Meter tief in die Erde eingebracht worden sind. Erst danach konnte am 25. April 2016 mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. „Manchmal kommt man nicht drum herum, sich den Gegebenheiten zu fügen und muss erstmal die Bedingungen dafür schaffen, dass überhaupt gebaut werden kann – auch wenn Aufwand und Kosten höher sind, als ursprünglich geplant“, sagt Silvia Brinkmann.

Glücklicherweise gab es bei dieser zusätzlichen Maßnahme keine größeren Zwischenfälle. Mitte September wurde der Grundstein für den neuen Gebäudeteil am Lindenring gelegt und am 23. Januar 2017 konnte das Richtfest gefeiert werden. Dazu hatte der Vorstand des DRK- Landesverbandes unter anderem das Architekturbüro Schnittger, den Fachplaner, Bauleute, Vertreter der Stadt sowie des Landkreises eingeladen. Werner Kuhn, Präsident des DRK-Landesverbandes, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Zimmermann René Fenske in luftiger Höhe den Richtspruch vorzutragen und die letzten Nägel in das Gebälk des Daches einzuschlagen.

Im Sommer solle der Neubau fertig sein, waren sich alle Beteiligten einig.

Doch dieser ist nur ein Schwerpunkt des Baugeschehens, denn gleichzeitig muss die Anbindung an den alten Gebäudekomplex erfolgen. Außerdem gibt es Sanierungs- und Modernisierungsbedarf an der mittlerweile über 20 Jahre bestehenden Wohnanlage. Das betrifft unter anderem die Erneuerung aller Bäder sowie der Brandschutzanlagen nach neuesten Vorgaben.

Das Bauvorhaben umfasst insgesamt 10 Millionen Euro, die der DRK-Landesverband aus Eigenmitteln finanziert. Das Deutsche Hilfswerk unterstützt das Projekt mit 300.000 Euro.

 

Text und Fotos: Christine Mevius

 

 

25. Januar 2017 14:34 Uhr. Alter: 93 Tage