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Partnerschaft für Menschen mit psychischen Erkrankungen

Seit November 2016 gibt es eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem ‚Die INSEL e.V.’, einem psychosozialen Trägerverein zur Förderung seelischer Gesundheit mit Sitz in Grevesmühlen und dem DRK Landesverband M-V e.V. in Schwerin.


„Unsere INSEL ist in den letzten stetig Jahren gewachsen,“ berichte Frau Lilo Martschinke, die bisherige Geschäftsführerin des Vereins. „Begonnen hat unsere Arbeit in einer kleinen Einrichtung 1994 hier in Grevesmühlen. Am Grünen Weg begannen wir die Arbeit als Begegnungsstätte für fünf Klienten damals im Rahmen einer ABM-Maßnahme. Und seither kamen Wohngruppen, Tagesstätten und ein ambulanter Bereich dazu.“ Psychisch kranke Menschen benötigen nichts Anderes oder Besonderes als alle anderen Menschen. Vor allem aber brauchen sie soziale Beziehungen. Genau das ist es, was in den Einrichtungen der INSEL in Grevesmühlen, Gadebusch, Poischendorf, Mühlen Eichsen und Wismar täglich hart erarbeitet wird – „Normalität und Struktur in das Leben bringen,“ sagt Frau Martschinke, die von Anfang an in dem Verein tätig ist.

Der ‚Die INSEL e.V.’ hat ein Angebot für fast 250 Klientinnen und Klienten entwickelt. Über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten als Betreuerinnen und Betreuer, in der Hauswirtschaft, der Verwaltung oder im Fahrdienst des Vereins. Erst in diesem Jahr ist eine Einrichtung mit einer Wohngruppe und einer Tagesstätte in Poischendorf dazu gekommen. „Es ist schon erstaunlich, was unser Verein bisher so alles auf die Beine stellen konnte“, sagt Frau Katrin Lehmann, die junge Leiterin in Poischendorf. „Dabei ist unser Verein groß geworden.“ Und hier liegt der Kern der neuen Herausforderungen. Ein Verein in der Größe, wie ihn die INSEL erreicht hat, braucht ein modernes Management und eine effiziente Verwaltung, welche sich an den Erfordernissen des Vereins nach innen und nach außen ausrichten, dazu flexibel reagieren können und auch Partner auf Augenhöhe für die Sozialhilfeträger sind. „Wir haben uns an den DRK Landesverband in Schwerin gewandt und um Hilfe und Unterstützung gebeten“,  berichte Frau Martschinke. Seit November gibt es nun einen Vertrag, der die Betriebsführung der INSEL in die Hände des DRK Landesvorstandes legt. „Die INSEL ist wichtig“, sagt DRK Landesvorstand Jan-Hendrik Hartlöhner. „Es gibt sehr viele bedürftige Menschen, auf die das Angebot der INSEL perfekt zugeschnitten ist.“ Suchtkranke Menschen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und solchen mit sogenannten Doppeldiagnosen biete die INSEL vorübergehend Heimat und geschützte Räume. Hier finden sie die Möglichkeit ihr Leben unter Hilfestellung der Fachkräfte des Vereins zu reflektieren und Wege aus ihren Erkrankungen ohne Vorurteile oder Stigmatisierungen zu finden. „Es ist nun wichtig, dass dieses Angebot der INSEL in ein zukunftsfähigen Rahmen überführt wird, der den bisherigen Erfolg des Vereins auch künftig sicherstellt und auch ein künftiges Wachstum ermöglicht,“ sagt Hartlöhner. „Das DRK ist ein potenter und erfahrener Partner auf diesem Weg.“ Der bisherige Direktor der größten Flüchtlingsunterkunft des Landes in Basepohl bei Stavenhagen, Herr Thilo Rau, wird als Beauftragter des DRK Landesverbandes den Betriebsführungsvertrag zwischen INSEL und DRK vor Ort umsetzen und die Arbeit koordinieren. Ein Team aus Fachfrauen und Fachmännern des DRK Landesverbandes steht bereit, um die INSEL zukunftsfest zu machen.

 

30. Januar 2017 12:05 Uhr. Alter: 58 Tage