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Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Wasserretter trainierten gemeinsam für Katastrophenfälle

Zur zentralen Ausbildung der Wassergefahrengruppen Mecklenburg-Vorpommerns trafen sich vom 6. bis 8. Oktober 2017 rund 180 Teilnehmer am Marinestandort Hohe Düne.

Ziel der Veranstaltung war es, das sich DRK, Feuerwehr, THW, DGzRS, DLRG sowie Kameraden vom Polnischen Roten Kreuz gemeinsam auf unterschiedliche Katastrophenfälle vorbereiten. Schwerpunkte bildeten dabei unter anderem die Sicherung von Deichen, die Rettung von Verletzten aus dem Wasser, die Ausbildung von Kraftfahrern und Bootsbesatzungen.

Eine besondere Herausforderung für das Zusammenwirken der beteiligten Einsatzgruppen waren Übungen, bei denen es darum ging, mehrere verletzte Personen mittels Hubschrauber und SAR Seenotkreuzer aus dem Wasser zu retten. Solche Übungen sehen zwar sehr spektakulär aus, sind aber für die fünf ausgebildeten Luftretter der DRK-Wasserwacht ein überaus wichtiges Training. Sie werden in zirka 30 Meter Höhe aus dem Hubschrauber abgeseilt und sollen möglichst nahe an die verunglückten Personen herankommen. Besonders erschwerend ist dabei das durch den Hubschrauber verursachte aufwirbelnde Wasser. Jede einzelne Phase der Rettungsaktion und des Umgangs mit den Verunglückten muss solange geübt werden, bis jeder Handgriff zuverlässig sitzt. Dazu hatten die Luftretter an diesem Ausbildungswochenende ausreichend Gelegenheit und sind so für eventuelle Einsätze bestens gerüstet.

Eine andere, nicht ganz einfache Aufgabe hatten die Retter an Land. Sie mussten mittels spezieller Ausrüstungsgegenstände und in verlässlicher Teamarbeit Verunglückte über eine hohe Kaikante aus dem Wasser retten. Im Rahmen der diesjährigen Bootsausbildung ging es unter anderem um das richtige An- und Ablegen, Festmachen, Ankern, Knotenkunde sowie die Rettung und Versorgung von verunglückten Tauchern. Dazu konnte auch das tauchmedizinische Zentrum der Marine genutzt werden.

An Land fand die Ausbildung für Kraftfahrer statt. Neben der allgemein üblichen theoretischen und praktischen Fortbildung spielte Prävention eine wichtige Rolle. Denn hier konnten die Teilnehmer mittels spezieller Simulationsbrillen die Wirkung von Drogen und Alkohol testen.

Zum Thema „Schutz vor Hochwasser“ übten die Teilnehmer aller beteiligten Katastrophenschutzeinheiten das richtige Abladen und Stapeln von Sandsäcken. Diese Station wurde von zwei Experten der Bundesschule des Technischen Hilfswerks in Hoya betreut.

Am Sonntagvormittag standen weitere Workshops zum Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie der sanitätsdienstlichen Fortbildung auf dem Lehrplan.

Fazit: Alles in allem konnte an diesem Wochenende das Zusammenwirken aller Kräfte im Rahmen der zivilmilitärischen Zusammenarbeit in zahlreichen bedrohlichen Situationen geübt werden, die bei einer Katastrophe Hand in Hand ausgeführt und verlässlich funktionieren müssen. Für realitätsnahe Bedingungen während der Ausbildung sorgte übrigens auch das Wetter mit teilweise heftigen Regenschauern und Windböen.


Alle zwei Jahre organisiert der DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Bund und Katastrophenschutz solche Ausbildungsveranstaltungen - die nächste wird also 2019 stattfinden.

Der DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. bedankt sich ausdrücklich bei der Marine, der DGzRS und bei der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks für die umfangreiche Unterstützung!

 

Text und Fotos: Christine Mevius

 

 

11. Oktober 2017 14:59 Uhr. Alter: 68 Tage